Die Bedeutung einer guten Standortkommunikation wird gerade von kleinen und mittleren Unternehmen oftmals noch unterschätzt. Dabei sind gerade für standortgebundene Industrieunternehmen der Aufbau und die Pflege von tragfähigen Beziehungen zu lokalen Stakeholdern extrem wichtig. In der Entwicklung ihres Unternehmens sind sie darauf angewiesen, dass die Rahmenbedingungen an „ihrem“ Standort stimmen.
Unsere Erfahrung zeigt: Oft entfalten auf lokaler Ebene schon kleine Maßnahmen eine große Wirkung. Dennoch müssen diese gut aufeinander abgestimmt sein und zum Unternehmen passen. Im Folgenden 10 Tipps aus der Praxis für eine erfolgreiche Standortkommunikation.

 

 

  • Öffnen Sie sich! Verschanzen Sie sich nicht hinter den Werksmauern, sondern schaffen Sie Gelegenheiten für Dialog und Austausch. Ob Tag der offenen Tür oder Lange Nacht der Industrie – Transparenz schafft Vertrauen und baut Berührungsängste ab. Ist der Aufwand für Ihr Unternehmen allein zu groß, gibt es vielleicht die Möglichkeit, ein Event in Kooperation mit Unternehmen aus der direkten Nachbarschaft durchzuführen.
  • Geben Sie Ihrem Unternehmen ein Gesicht! Gerade im lokalen Kontext ist es wichtig, dass Ihr Unternehmen mit konkreten Personen und Gesichtern verbunden wird.  Benennen Sie Ansprechpartner für die Themen Sicherheit, Nachbarschaft und Politik. Diese sollten auch auf ihrer Website schnell zu finden sein. Bei Fragen oder Problemen haben Ihre Nachbarn so einen direkten Draht ins Unternehmen.
  • Setzen Sie auf Ihre Mitarbeiter als Multiplikatoren! Ihre Mitarbeiter sind in lokalen Vereinen und Verbänden aktiv – und agieren hier als Botschafter Ihres Unternehmens. Durch eine gute interne Kommunikation stellen Sie sicher, dass diese über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen informiert sind. Mit FAQs oder Argumentationshilfen können Sie diese zusätzlich dabei unterstützen, wiederkehrenden Fragen oder hartnäckigen Vorbehalten souverän entgegenzutreten.
  • Nutzen Sie bestehende Netzwerke! Sind Sie Mitglied in (lokalen) Wirtschafts- oder Branchenverbänden? Dann nutzen Sie deren organisatorische Infrastruktur und stoßen selbst aktiv neue Themen oder Formate an. Oft sind diese dankbar über neue inhaltliche Impulse und unterstützen Sie tatkräftig in der Umsetzung.
  • Engagieren Sie sich zielgerichtet! Haben Sie ein offenes Ohr für aktuelle Themen und Bedürfnisse an Ihrem Standort. Haben Sie ein Thema identifiziert, für das Sie sich engagieren wollen, überlegen Sie sich, in welcher Form Sie dies tun wollen. Nicht selten wird persönlicher Einsatz stärker honoriert als Geldspenden. Für Letztere gilt: Zielgerichtetes Spenden ist besser als Sponsoring nach dem Gießkannen-Prinzip.
  • Stellen Sie Kontinuität sicher! Sowohl bei der Kontaktpflege als auch beim lokalen Engagement sollten Sie eine gewisse Regelmäßigkeit sicherstellen. Es wird sehr genau registriert, ob es sich bei ihrem Engagement um ein einmaliges Strohfeuer handelt, oder ob hiermit ein Interesse an einem dauerhaften Austausch verbunden ist. Im Zweifel gilt: Weniger ist mehr!
  • Erzählen Sie Geschichten aus Ihrem Unternehmen! Nachrichten, die zunächst nur für die interne Kommunikation gedacht sind, sind nicht selten auch für die lokale Öffentlichkeit interessant – gerade wenn es um „Köpfe“ aus Ihrem Unternehmen geht. Interessante Geschichten werden gerne von lokalen Pressevertretern aufgegriffen. Auf diese Weise bleibt ihr Unternehmen im Gespräch – und Sie können beiläufig noch ein paar Unternehmenszahlen oder –Botschaften transportieren.
  • Pflegen Sie den Kontakt zu lokalen Pressevertretern! Im lokalen Kontext lassen sich die wichtigsten Pressevertreter oft an zwei Händen abzählen. Umso wichtiger ist es, zu diesen Personen ein persönliches Vertrauensverhältnis aufzubauen. Dies kann gerade in kritischen Situationen Gold wert sein. Unterschätzen Sie auch nicht die vermeintlichen „Anzeigenblättchen“ – diese haben oft einen wesentlich höheren Verbreitungsgrad als die etablierten Lokalmedien.
  • Machen Sie Ihre Produkte erlebbar! Zeigen Sie anhand von anschaulichen und erlebbaren Beispielen, wo die Produkte Ihres Unternehmens überall drinstecken. Somit erzeugen Sie „Aha-Effekte“ und stärken die Identifikation mit Ihrem Unternehmen. Ein Verständnis dieser Zusammenhänge ist eine gute Basis für eine erhöhte Akzeptanz der Produktion.
  • Denken Sie insgesamt stärker in Netzwerken und Kooperationen! Begreifen Sie Ihr Unternehmen stärker als Teil eines lebendigen Standortumfelds. Netzwerke umfassen dabei nicht nur Netzwerke zwischen Menschen, sondern auch Verkehrs- und Energienetze. Bei genauerer Betrachtung ergeben sich hier nicht selten interessante Kooperationsmöglichkeiten. Die Erfahrung zeigt: Der Blick über den Tellerrand lohnt sich!

Bei all diesen Punkten gilt: Es gibt keinen Königsweg. Stattdessen ist es wichtig, dass Sie einen ausgewogenen Maßnahmen-Mix finden, der zu Ihrem Unternehmen passt. Gelingt es Ihnen, einen authentischen und stimmigen Gesamteindruck zu vermitteln, zahlt sich eine gute Standortkommunikation mittel- und langfristig für Sie aus.

Der Beitrag 10 Tipps für eine erfolgreiche Standortkommunikation erschien zuerst auf vom Hoff Kommunikation GmbH.